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Gisch was hesch

erscheint im April

Roman

CHF 29.00

Verfügbar bei Nachbestellung

Artikelnummer: 978-3-305-00519-2 Kategorie:

Beschreibung

Der Plan ist inspiriert von irgendeinem «Gigu», der im Internet für ein Kleidchen, das Janet Jackson getragen hat, 3,5 Millionen geblecht haben soll: die verschwitzten Trikots der Fussballnati klauen und zu Geld zu machen. In diese Geschichte, die ganz anders kommt, verstricken sich der Chläbi, der Anger, d Mönele, dr King und d Tschuggerei. Vielstimmig konstruiert und virtuos erzählt Stef Stauffer in lakonischem und zugleich leichtfüssigem Berndeutsch einen Schelmenroman über Glück, Pech, Zufall, leichtes Geld und den Traum, im Leben etwas darzustellen. Warm, aber auch entlarvend, ernst, aber auch wirklich lustig spiegelt sie die grosse Welt im Kleinen, das Mondäne im Alltäglichen, das Kleinliche im Grosskotzigen.

Gianluca Tesa (genannt Chläbi) führt mit viel Vision und wenig Erfolg einen Jeansladen in der Innenstadt. Über Wasser hält er sich eher mit Reparatur- und Bastelarbeiten, die ihm seine Bekannten vorbeibringen, als mit dem Verkauf. Deshalb stellt er dazu die ausgesteuerte Mönele ein, die einen schweren Unfall hatte und sich nach Jahren der Zurückgezogenheit ins Leben zurückkämpft mit Struktur im Tag und einem regelmässigen Einkommen; einerseits, weil er sie mag, andererseits, weil sie den perfekten Hintern hat, um die Jeans in Szene zu setzen. Natürlich kann er ihr das ebenso wenig sagen, wie dass er sich eigentlich gar keine Angestellte leisten kann. Da kommt es gerade gelegen, dass der Anger einen grossen Coup plant. Er kennt jemanden, der von jemandem weiss, der mit der Tante des Abwarts befreundet ist … und braucht nur noch einen Tüftler. Zwar ist Chläbi für krumme Dinger völlig aus dem falschen Holz geschnitzt, aber er ist sehr geschickt – und er braucht das Geld. Während der Plan Gestalt annimmt, bereitet der King, ein Ausnahmesportler von Weltrang, sein Comeback vor. Nicht so sehr wegen des Geldes oder gar des Erfolgs, sondern weil er sich langweilt und in eine ernsthafte Sinnkrise abzustürzen droht: Was wäre, wenn alles ganz anders gekommen wäre und ihn niemand kennen würde?

Nicht unter dem allergünstigsten Stern überschneiden sich schliesslich die Wege dieser Figuren und kreuzen sich auch mit der Tschuggerei, die zwar hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt ist, aber schon munter wird, wenn ihr jemand zweimal am selben Abend die Vorfahrt nimmt. Von unterschiedlichen, sauber ausgearbeiteten Erzählstimmen mit komplementären Blickwinkeln erfahren wir, wie sie versuchen, über das, was das Leben ihnen so auftischt, die Kontrolle zu behalten (oder zu erlangen) und wie sie dabei zu lachen und zu leiden haben:

«D Stoufferstef, die schrybt so, wi me hie schnuret, u verzeut Gschichte, wo me hie haut so erläbt.» (Büne Huber)

Die Autorin
Stef Stauffer, 1965 in Bern geboren, ist ausgebildete Pädagogin, pendelt zwischen dem Bernbiet und dem Tessin, wo sie als Redaktorin für die «Tessiner Zeitung» arbeitet. «Gisch was hesch» ist ihr neunter Roman, zuvor erschienen unter anderem «Hingerhang», «Bluescht», «Chräiefüess» und «Affezang» beim Zytglogge-Verlag.

erscheint im April, Zirka-Preis

Hören Sie rein:

Gelesen von Stef Stauffer


 

Zusätzliche Information

Personen

Stef Stauffer

Verlag

Cosmos

Jahr

2026

Artikelnummer: 978-3-305-00519-2