Belletristik
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Gisch was heschCHF 29.00 -
Die AusgebeutetenCHF 34.00 -
Amputierte MutterCHF 27.00 -
Nach oben und von dort über die DächerCHF 27.00

Iris Stalder wird neue Leiterin Belletristik
Ab dem 1. September 2025 verantwortet Iris Stalder das Belletristikprogramm des Cosmos Verlags. Sie folgt auf Roland Schärer, der nach vierzig Jahren sein Pensum im Berner Familienunternehmen reduzieren und seiner Nachfolgerin künftig in beratender Funktion zur Seite stehen wird.

Mundartliteratur
Aktuell
Gisch was hesch
Der Plan ist inspiriert von irgendeinem «Gigu», der im Internet für ein Kleidchen, das Janet Jackson getragen hat, 3,5 Millionen geblecht haben soll: die verschwitzten Trikots der Fussballnati klauen und zu Geld machen. In diese Geschichte, die ganz anders kommt, verstricken sich der Chläbi, der Anger, d Mönele, dr King und d Tschuggerei.
Vielstimmig konstruiert und virtuos erzählt Stef Stauffer in lakonischem und zugleich leichtfüssigem Berndeutsch einen Schelmenroman über Glück, Pech, Zufall, leichtes Geld und den Traum, im Leben etwas darzustellen. Warm, aber auch entlarvend, ernst, aber auch wirklich lustig spiegelt sie die grosse Welt im Kleinen, das Mondäne im Alltäglichen, das Kleinliche im Grosskotzigen.


Die Ausgebeuteten
An den drei Rheinbrücken sind Sprengladungen installiert, in den Wäldern heimtückische Fallgruben und Stacheldrahtverhau entlang der plötzlich sehr spürbaren Landesgrenze, im Elsass Geschützdonner: Basel hält den Atem an.
Im Spannungsfeld des Industriezeitalters, zwischen Fortschritt und Zerstörung, Ausbeutung und Dekadenz, Rebellion und Repression faltet Werner Rysers Folgeroman zu «Die Revoluzzer» ein vielschichtiges, akribisch recherchiertes Stimmungsbild der Grenzstadt während des Ersten Weltkriegs auf. Unter dem Druck der permanenten Bedrohung direkt vor der Haustür kocht der Klassenkampf hoch, die Arroganz der städtischen Oberschicht prallt auf ein neues Selbstbewusstsein der Wehrmänner und der Pflegerinnen aus der Arbeiterklasse.
Nach oben und von dort über die Dächer
«Wie ich heisse, fragen die Taliban, wer mein Vater sei. Wohin wir fahren, was wir im Auto haben, wollen sie wissen, wer die Waren kaufe und was wir von Pakistan zurückbrächten. Plötzlich höre ich Schreie aus dem Auto, in das mein Bruder hat einsteigen müssen. Panik überfällt mich. ‹Was wollt ihr von uns?› Ich schreie und weine, was passiert mit uns? Das Auto mit meinem Bruder drin fährt weg.»
Eni Yousuf ist neun, als er vom Bruder getrennt und in ein Kinderarbeitslager der Taliban verschleppt wird. In dieser Hölle aus Kohlenstaub und Gewalt wächst er heran, dreimal versucht er sich umzubringen. Im letzten Moment und mit allerletzten Kräften gelingt ihm eine verzweifelte Flucht. In diesem Buch erzählt er, wie er sich in die Schweiz durchgeschlagen, wie er mit YouTube Deutsch gelernt und wie er sich in Bern sein Glück organisiert hat.


Amputierte Mutter
1969 feiern Hippies die freie Liebe, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Joan Baez treten in Woodstock auf, im Kino läuft «Easy Rider». Und in Zürich bekommt Elisabeth ein Kind. Unverheiratet, ohne Kindsvater, 17 Jahre alt. Das durfte nicht sein in einer Welt, in der Väter jeden Samstag ihren Ford Taunus oder Opel Kapitän schamponierten, die Waschküche ein heiliger Ort war und das Treppenhaus am Sonntag nach Schmierseife zu riechen hatte. Der Druck von Behörden und Familie auf die junge Mutter wurde so gross, dass sie ihre Tochter schliesslich zur Adoption freigab.
«Ich bin meinem Kind keine Mutter gewesen.» Schmerz und Scham begleiteten fortan das Leben von Elisabeth. Ihr Buch gibt «amputierten» Müttern eine Stimme. «Sie stehlen sich durch die Gesellschaft und hoffen, dass ihnen niemand auf die Schliche kommt. Man sollte ihnen erlauben, endlich aufrecht zu gehen.»